Auf Mäusejagd: Die normale Maus vs. vertikale Maus

Ein gesunder Arbeitsplatz sorgt für gesunde Mitarbeiter. Immer mehr Unternehmen erkennen die Bedeutung dieser Tatsache. Denn ein geringeres Risiko für RSI-Beschwerden bedeutet auch: weniger Fehlzeiten. Als Berater ist es wichtig, dass Sie über genügend Ergonomie Kenntnisse verfügen, um diesen Kunden helfen zu können. In diesem Blog-Post werden wir daher die Unterschiede zwischen der normalen und der ergonomischen vertikalen Maus näher erläutern.

Normale Mäuse

Die normale Maus: das am häufigsten verwendete Eingabegerät bei der Arbeit mit dem Computer. Bei der Verwendung einer solchen Standardmaus, befinden sich Hand und Handgelenk jedoch in einer unnatürlichen Position. Man macht hierbei unbemerkt kleine, belastende Bewegungen mit dem Handgelenk, die schnell zu einer Überlastung führen können. Aber welche Bewegungen verursachen nun genau diese Überlastung?

Ursachen des RSI

In wissenschaftlichen Studien werden die folgenden 3 Faktoren häufig als wichtige RSI-Verursacher genannt:

  1. Pronation: Drehen des Unterarms. Bei einer normalen Maus muss sich der Unterarm drehen um die Handfläche nach unten zeigen zu lassen, um so die Hand auf die Maus ablegen zu können. Dies sorgt für eine unnatürliche Haltung und damit auch eine kontinuierliche Belastung der Unterarmmuskulatur.
  2. Ulnare und radiale Abweichung: Drehbewegungen vom Handgelenk: Des Weiteren bewegt man auch seine Hand, wobei wiederholte Bewegungen die Sehnen im Handgelenk überlasten können.
  3. Dorsalflexion: Hebebewegung der Hand. Um die Hand richtig auf und um eine Standardmaus zu legen, muss leicht das Handgelenk angehoben werden. Damit bildet das Handgelenk einen Winkel mit dem Unterarm. Dadurch wird eine kontinuierliche Belastung der Unterarmmuskeln und Sehnen hervorgerufen, die durch das Handgelenk laufen.

Es ist sehr schwierig den erlernten Weg der Verwendung einer Standardmaus abzugewöhnen. Deshalb ist es klug, umzuschalten auf eine ergonomischen Maus, die Ihnen helfen wird, auf einer gesunde und natürlichen Art und Weise mit einer Computermaus umzugehen. Auch wenn Sie (noch) keine RSI-Beschwerden haben.

Vertikale Mäuse

Eine Alternative zur normalen Maus ist die vertikale Maus. Mit einer vertikalen Maus braucht man den Unterarm nicht mehr zu benutzen. Und weil man das Handgelenk hierdurch nicht mehr dreht, kann man in einem Zug eine Überlastung durch Pronation und Dorsalflexion vorbeugen. Wegen der vertikalen Position der Hand, ist es nicht mehr möglich, die Maus vom Handgelenk aus zu bewegen; auch ulnare und radiale Abweichung ist somit kein Problem mehr. Man bewegt die Maus automatisch mehr aus dem gesamten Arm heraus.

So hilft fast jede vertikale Maus, die großen Armmuskeln anstelle von kleinen Muskeln und Sehnen zu verwenden. Dennoch gibt es immer noch viele Unterschiede zwischen vertikalen Mäuse. Es gibt keine bestimmte  Maus, die am besten geeignet ist; die Wahl der richtigen ergonomischen Maus ist ebenfalls sehr persönlich und hängt unter anderem ab von der Größe der Hand. Es gibt vertikale Mäuse in allen Formen und Größen, so dass man immer eine geeignet finden kann.

Möchten Sie mehr erfahren?

Neben normalen und vertikalen Computermäuse gibt es eine Reihe weiterer ergonomischer Alternativen, wie z.B. die Zentralmäuse und Trackball-Mäuse. Mehr über diese Varianten und die dahinter stehende Studien, können Sie in unserem Whitepaper nachlesen. Wir hoffen Ihnen hiermit eine fundierte Beratung zu geben!

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